Die Geschichte der Original Pulsnitzer Pfefferkuchen
begann im Jahre 1558. Vom damaligen Schloßherren, derer von Schlieben, wurde den Pulsnitzer Bäckermeistern durch ein Privileg aufgegeben, Pfefferkuchen zu backen. Jedoch nur wenn genügend Brot im Angebot war. Im Jahre 1650 werden bereits 3 Bäcker in den Chroniken der Stadt Pulsnitz genannt, die speziell nur noch die Pfefferküchlerei betreiben (also kein Brot mehr backen).Pfefferkuchen enthalten eigentlich keinen Pfeffer. Sie werden nur so genannt, da man im Mittelalter die feinen Gewürze gemeinhin als „Pfeffer“ bezeichnet hat. Was ist nun alles drin? Hier hilft uns vielleicht das Gedicht eines unbekannten Autors:
Pfefferkuchen, o wie fein, neun Gewürze müssen´s sein.
Sie alle haben fremde Namen, sagen uns, woher sie kamen.
Ob China, Indien, Sansibar, ob es Ägypten, Zypern war,
in alter Zeit schon hoch begehrt, war´n sie so viel wie Gold wohl wert.
Auf vielen alten Handelswegen kamen sie zu uns, ach, welch ein Segen.
Sonst gäb es keinen Pfefferkuchen, den wir so gerne doch versuchen:
mit Ingwer, Pfeffer Zimt, Muskat, Anis und Fenchel schön parat,
auch Kardamom gehört hinein, wie Koriander, feins Nägerlein.
Es sind dann neun aus aller Welt, zu unserem Wohl und Gottes Lob bestellt.
Zuerst wird ein sog. Lagerteig aus Sirup, Mehl und Honig hergestellt. Dieser ruht eine längere Zeit (Wochen oder Monate). Früher wurde der Teig dann mit einer Brechbank durchgeknetet. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts erledigen das Maschinen. Der geknetete Teig wird dann mit den Gewürzen nach den alten, geheimen Rezepturen verfeinert. Als Back-Triebmittel wird anstatt Hefe traditionsgemä&ß Hirschhornsalz verwendet. Durch verschiedene Füllungen mit Nougat oder Konfitüre und Verzierungen werden die Pfefferkuchen zu „Original Pulsnitzer Pfefferkuchen“. So hergestellt sind sie besonders bekömmlich und wohlschmeckend.